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WB Werkstatt + Betrieb 12/2019

Den Mehrwert als Maßstab

Zerspanertagung in Neu-Ulm, Innovationen, Netzwerken

In Neu-Ulm hatte es seine Premiere, das ›Praxisforum Fräsen Drehen Bohren‹. Praktiker und Forscher nutzten die Tagung des Hanser Verlags zum intensiven Erfahrungsaustausch.

Mit dem ›Praxisforum Fräsen Drehen Bohren‹ knüpft der Carl Hanser Verlag an seine erfolgreiche Frästagung an. Nun wurde das Themenspektrum weiter gefasst, und diese Entscheidung erwies sich als richtig. Das zeigte die Premiere der neuen Tagung, die am 19. und 20. November 2019 in Neu-Ulm stattfand.

  • © Hanser

    Professor Kaufeld von der TH Ulm (© Hanser)

  • © Hanser

    Michael Grüner, Technischer Leiter eines großen Automobil-Zulieferers konstatierte eine eingetrübte Stimmung angesichts der Auftragslage (© Hanser)

  • © Hanser

    Dr. Uwe Schleinkofer von Ceratizit sprach über das neue Drehverfahren HDT (© Hanser)

  • © Hanser

    Thomas Lochbihler von Deckel Maho Pfronten beschrieb Möglichkeiten des Verzahnens auf 5-Achs-Fräsmaschinen (© Hanser)

  • © Hanser

    Andreas Jenter, Horn, sprach über die Aspekte des Hochleistungsfräsens von Ti6Al4V (© Hanser)

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Nachdem Professor Michael Kaufeld von der TH Ulm die Gäste begrüßt hatte, unterstrich er die Zielrichtung der Veranstaltung: Gelegenheiten zum Austausch unter Gleichgesinnten zu bieten und Anregungen für die eigene tägliche Arbeit zu geben. Der Mehrwert für die Praxis sei der Maßstab.

Auf alle Antriebe eingestellt

Dass dies kein Lippenbekenntnis war, bewies der erste Referent: Michael Grüner, ein Zerspanprofi, der als Technischer Leiter eines großen Automobil-Zulieferers die Probleme lösen muss, die sich aus der Fertigung von täglich über 10 000 Getrieben und Lenkgehäusen ergeben. Er konstatierte eine eingetrübte Stimmung angesichts der Auftragslage. Jeder Lohnfertiger agiere in einer globalen Machtbalance, die sich in Richtung Asien verlagert habe. Darauf gelte es zu reagieren, ebenso wie auf den Trend zur E-Mobilität. »Wir können nur mithalten, wenn wir alle Antriebskonzepte beherrschen«, zeigte sich Grüner überzeugt. Die Party sei vorbei; jetzt werde aufgeräumt, aber dann gehe es ebenso engagiert weiter. Den Standort Deutschland sieht er dafür bestens aufgestellt.

Thomas Lochbihler von Deckel Maho Pfronten beschrieb Möglichkeiten des Verzahnens auf 5-Achs-Fräsmaschinen. Oft sei Komplettfertigung inklusive Verzahnen machbar; es gehe aber immer um individuelle Prozesse.

Potenziale des additiven Fertigens zeigte Thomas Lakner vom WZL der RWTH Aachen, und Anton Heilmann von Emuge-Franken brachte die Anwesenden auf den aktuellen Stand beim Gewindefertigen.

Nach der Mittagspause fielt es Dr. Uwe Schleinkofer von Ceratizit leicht, die Aufmerksamkeit auf das neue Drehverfahren HDT zu lenken; zum einen wegen seiner Vortragsweise, zum anderen wegen der Brisanz des HDT, das zwar schon vielen bekannt, aber eben noch nicht allen. Die Flexibilität dieses Drehprinzips beeindruckte.

Aus Instabilitäten resultieren Probleme, die jeder kennt. Georg Seemann von Sandvik Coromant vermochte zu vermitteln, wie sie zu vermeiden sind. Dabei zeigte sich, wie schwierig es ist, über Werkzeuglänge, Werkzeuggeometrie, Schnittwerte und Bearbeitungsstrategie Vibrationen auszuschließen. Oft sei es eben ein »Balance-Akt«.

Die weiteren Vorträge des Nachmittags betrafen die Mikrozerspanung. Auf sie warfen Udo Eckert vom Fraunhofer-IWU in Chemnitz und Ives Kuche vom IWF der TU Berlin ein Schlaglicht. Matthias Fritz und Alexander Stauder von Kern Microtechnik machten deutlich, wie sich die Grenzen des Mikrofräsens verschieben, und Dennis Keim von Tornos umriss die Potenziale von Drehautomaten für die Mikropräzision.

Zu Beginn des zweiten Tages rückte Andreas Jenter, Horn, Aspekte des Hochleistungsfräsens von Ti6Al4V in den Fokus. Dr. Alberto Gotti, Mikron Tool, verblüffte mit der Methode, Torx-Profile in Knochenschrauben aus Titan einzubringen. Dann ging es um mechatronische Werkzeugsysteme, über die Bernd Essig von Mapal referierte, die optimale Auswahl von Spannmitteln − hierzu sprach Martin Brönnimann von Rego-Fix −, das integrierte Auswuchten von Frässpindeln, über das Michael Stork von Hofmann informierte, und eine intelligente Aufnahme für das autonome Spanen; hier gab Matthias Brenner von Schunk Auskunft.

Das positive Echo auf die neue Tagung lag nicht nur an der inhaltlichen Dichte der Referate, sondern auch am Get-together sowie der Besichtigung der Licon mt GmbH & Co. KG in Laupheim. Auch die angenehme Atmosphäre und das gelungene Catering trugen zum Erfolg bei. So mancher wird sicher beim nächsten Mal wieder dabei sein.

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