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Bohren - Bohren Maschinen

Radialbohrmaschinen

Bohren

Auszug aus

Handbuch Spanen

Herausgeber: Günter Spur
10/2014, 1392 Seiten, € 299,99
ISBN: 978-3-446-42826-3
Seite 346-350

Die Komponenten und der Aufbau sowie unterschiedliche konstruktive Konzepte werden ausführlich dargestellt. Dazu werden das Spektrum an Baugrößen und Antriebsleistungen sowie die Einsatzbereiche spezieller Konstruktionen aufgezeigt.

Die Radialbohrmaschine stellt die vielseitigste Maschine zur Bohrungsbearbeitung dar und eignet sich auf Grund ihrer Bauart besonders für sperrige, voluminöse und schwere Werkstücke. Sie wird auch als Auslegerbohrmaschine und seltener als Kranbohrmaschine bezeichnet.

Konstruktion und Aufbau

Das Werkstück wird auf der Grundplatte der Radialbohrmaschine (Abb. 6.64) gespannt, wozu gegebenenfalls Vorrichtungen wie beispielsweise Kastenwinkel verwendet werden. Da sich die Gewichtskraft des Werkstücks direkt am Boden abstützt, wird die Maschinenstruktur nur durch die eigentliche Bearbeitung belastet. Aus diesem Grund können mit der Maschine auch sehr schwere Werkstücke gebohrt werden.

Abb. 6.64: Radialbohrmaschine (Quelle: Gillardon)

Der Ausleger mit dem radial beweglichen Bohrschlitten lässt sich mit Hilfe einer Mantelsäule um nahezu 360° schwenken und vertikal verschieben. Die Mantelsäule ist an ihrem unteren Ende über zwei Wälzlager in einer weiteren, kurzen Säule fixiert und über diese mit der Grundplatte verbunden. Das untere Lager ist ein axiales Rollenlager, das obere ein radiales Ring-Rillenlager. Über den Säulenhub wird die Maschine an die Werkstückhöhe angepasst, während die eigentliche Vorschubbewegung von der Pinole ausgeführt wird. Ausleger und Bohrschlitten können händisch bewegt werden, um das Werkzeug zu positionieren. Die angefahrene Position wird gehalten, indem die einzelnen Achsen über einen Hebel manuell geklemmt werden. Darüber hinaus sind auch zentral versorgte, hydraulische Klemmsysteme üblich, mit denen sich alle Achsen zeitgleich festsetzen lassen. Grundplatte, Säule, Ausleger und Bohrschlitten sind in der Regel als Gusskonstruktion ausgeführt. Die Mantelsäule besteht aus einem dickwandigen Stahlrohr. Der Tank einer eventuell vorhandenen Kühlschmieranlage ist meist in der Grundplatte untergebracht.

Abb. 6.65: Konstruktive Gestaltung des Auslegers einer Radialbohrmaschine

Der Ausleger mit dem radial beweglichen Bohrschlitten lässt sich mit Hilfe einer Mantelsäule um nahezu 360° schwenken und vertikal verschieben. Die Mantelsäule ist an ihrem unteren Ende über zwei Wälzlager in einer weiteren, kurzen Säule fixiert und über diese mit der Grundplatte verbunden. Das untere Lager ist ein axiales Rollenlager, das obere ein radiales Ring-Rillenlager. Über den Säulenhub wird die Maschine an die Werkstückhöhe angepasst, während die eigentliche Vorschubbewegung von der Pinole ausgeführt wird. Ausleger und Bohrschlitten können händisch bewegt werden, um das Werkzeug zu positionieren. Die angefahrene Position wird gehalten, indem die einzelnen Achsen über einen Hebel manuell geklemmt werden. Darüber hinaus sind auch zentral versorgte, hydraulische Klemmsysteme üblich, mit denen sich alle Achsen zeitgleich festsetzen lassen. Grundplatte, Säule, Ausleger und Bohrschlitten sind in der Regel als Gusskonstruktion ausgeführt. Die Mantelsäule besteht aus einem dickwandigen Stahlrohr. Der Tank einer eventuell vorhandenen Kühlschmieranlage ist meist in der Grundplatte untergebracht. Der Ausleger ist so gestaltet, dass er einerseits durch Bearbeitungskräfte und Schlittengewicht wenig verformt wird und andererseits eine geringe eigene Masse aufweist. Hierzu kann der Ausleger beispielsweise als Fachwerk aus Grauguss ausgeführt sein (Abb. 6.65). Die Streben der Ober- und Unterseite sind unter 45° angeordnet und wirken belastungsabhängig in Zug- oder Druckrichtung.

Abb. 6.66: Schnellradialbohrmaschine (Quelle: Alzmetall)

Neben den oben beschriebenen Maschinen sind Schnellradialbohrmaschinen (Abb. 6.66) bekannt, die speziell für eine besonders nebenzeitarme Bearbeitungsweise ausgelegt und daher auch für die Serienfertigung geeignet sind. Der Verfahrweg und der Schwenkbereich des Auslegers sind hier meist kleiner als bei Radialbohrmaschinen. Der Tisch befindet sich erhöht an der Oberseite eines Maschinengestells, an dem auch noch weitere Vorrichtungen, wie beispielsweise Schwenk- und Winkeltische angebaut werden können. Die Mantelsäule ist oben am Maschinengestell befestigt und daher kürzer als bei Radialbohrmaschinen. Maschinengestell, Tisch, Ausleger und Drehsäule bestehen auch hier meist aus Grauguss, die Mantelsäule aus dickwandigem Stahlrohr.

Der Ausleger sowie der Bohrschlitten lassen sich kraftarm und mit Hilfe von Digitalanzeigen positionieren. Das Anreißen und Körnen der Bohrungen entfällt damit. Üblich sind auch NC-Maschinen mit automatisierter Positionierung und Abarbeitung einfacher Programme zur Erzeugung von Bohrbildern, Tiefbohrungen oder Gewinden. Bei diesen Maschinen ist auch ein bearbeitungsparalleles Rüsten möglich.

Auszug aus

Handbuch Spanen

Herausgeber: Günter Spur
10/2014, 1392 Seiten, € 299,99
ISBN: 978-3-446-42826-3
Seite 346-350
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