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02.10.2018

Emag: Beteiligung an Gefertec

Additive Fertigung im Fokus

Die additive Fertigung mit Metallwerkstoffen gehört ab sofort zum Angebotsportfolio der Emag Gruppe: Das Unternehmen für vertikale Pick-up-Drehmaschinen und Anbieter von modularen Turn-Key-Fertigungslösungen hat eine Minderheitsbeteiligung am Berliner Unternehmen Gefertec erworben.

Der 3D-Druck mit Draht ist deutlich schneller als bei anderen Druckverfahren, die auf Metallpulver als Ausgangswerkstoff setzen. (© Gefertec)

Das Berliner Unternehmen treibt seit seiner Gründung im Jahr 2015 die Entwicklung des neuen Industriestandards 3D Metal Print (3DMP) voran. Das gemeinsame Ziel der beiden Unternehmen ist die weltweite Vermarktung dieser besonders effektiven 3-D-Technologie auf Basis von Schweißdraht. Außerdem steht die Entwicklung von neuen 3DMP®-Maschinen und -Anwendungen im Zentrum der strategischen Partnerschaft.

Der Ausgangswerkstoff beim 3DMP®-Verfahren ist feiner Draht – per Lichtbogen wird er Lage für Lage zu einem kompletten Bauteil verschweißt. So entstehen beliebige geometrische Formen. Der Gesamtprozess ist deutlich schneller als bei anderen 3-D-Druckverfahren, die auf Metallpulver als Ausgangswerkstoff setzen. Außerdem sind die Kosten niedriger und das eingesetzte Material wird komplett ausgenutzt. »Das Verfahren ist ausgereift, prozesssicher und effektiv – das sind Kriterien, die für unsere Investitionsentscheidung wichtig waren«, erklärt Markus Heßbrüggen, CEO der Emag Gruppe. »Zudem passt die Kooperation mit Gefertec perfekt zu unserer Strategie, Lösungen für die Komplettbearbeitung sehr vieler Bauteile bereitzustellen. Neben der Großserienfertigung rücken dabei zunehmend auch Kleinstserien in den Fokus. Und genau in diesem Feld eröffnet die 3DMP-Technologie herausragende Möglichkeiten.«

Die Vermarktung weltweit vorantreiben

Markus Heßbrüggen, CEO der EMAG Gruppe
(© Emag)

Die ersten 3DMP®-Maschinen befinden sich bereits im industriellen Einsatz. Jetzt gilt es, die weltweite Vermarktung der Technologie voranzutreiben. Dabei agiert Gefertec auch zukünftig als eigenständiges Unternehmen, das allerdings auf die weltweiten Vertriebs- und Service-Ressourcen der Emag Gruppe zurückgreifen kann. Das breite Anwendungsportfolio von Emag stellt dabei eine ideale Vertriebsbasis dar, weil die per 3-D-Druck hergestellten Bauteile spanend nachbearbeitet werden – hier können die beiden Unternehmen zukünftig ganzheitliche Lösungen anbieten. »Der internationale ‚Footprint‘ unseres Partners und sein breites Portfolio ist ein ideales Umfeld für unsere Applikationen und Technologien«, bestätigt Tobias Röhrich, einer der Gründer und Geschäftsführer von Gefertec.

Tobias Röhrich, Geschäftsführer von Gefertec (© Gefertec)

Vorstellung auf der AMB in Stuttgart

Nicht zuletzt steht die Entwicklung von neuen 3DMP®-Maschinen im Fokus der Kooperation, wobei die Weiterentwicklung der Kerntechnologie komplett bei den Berliner Spezialisten für additive Fertigung verbleibt. Darüber hinaus wollen beide Unternehmen aber diverse Synergien im Bereich der Prozessentwicklung, Programmierung und Datenaufbereitung ausschöpfen. Bereits auf der diesjährigen AMB vom 18. bis 22. September in Stuttgart stellten beide ihre Kooperation einer breiten Öffentlichkeit vor. Die Möglichkeiten des 3DMP-Verfahrens sowie die Kombination von additiver und spanender Fertigung standen dabei unter anderem im Zentrum.

Beim 3DMP-Verfahren wird ein feiner Draht per Lichtbogen zu kompletten Bauteilen verschweißt. (© Gefertec)

Unternehmensinformation

EMAG GmbH & Co. KG

Austraße 24
DE 73084 Salach
Tel.: 07162 17267
Fax: 07162 17170

Internet:www.emag.com
E-Mail: info <AT> emag.com


GEFERTEC GmbH

Schwarze-Pumpe-Weg 16
DE 12681 Berlin
Tel.: 030 912074-360

Internet:www.gefertec.de
E-Mail: info <AT> gefertec.de


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