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30.04.2020

DMG Mori: Zukunftsfeld Digitalisierung

Corona-Krise prägt Geschäftsverlauf im ersten Quartal

Die DMG Mori AG ist unter weltweit massiv erschwerten Markt- und Rahmenbedingungen in das Geschäftsjahr 2020 gestartet. Der Maschinenbau musste starke Einbußen und Produktionsausfälle aufgrund der Corona-Pandemie hinnehmen.

Auch DMG Mori konnte sich den Folgen der globalen Virusverbreitung nicht entziehen. Entsprechend geprägt war der Geschäftsverlauf im ersten Quartal: Der Auftragseingang erreichte 440,2 Mllionen Euro. Der Umsatz lag in den ersten drei Monaten bei 458,0 Mllionen Euro. Das EBIT betrug 25,3 Mllionen Euro. Der Free Cashflow belief sich auf -36,7 Mllionen Euro.

Vorstandsvorsitzender Christian Thönes: „2020 ist ein Ausnahmejahr: Pandemie plus globale Konjunkturschwäche, geopolitische Unsicherheiten, industrieller Strukturwandel. In dieser schwierigen Zeit halten bei DMG Mori alle eng zusammen. Mit der strategischen Ausrichtung unserer Zukunftsfelder in den vergangenen Jahren lagen wir genau richtig. Gerade jetzt gewinnt die Digitalisierung an Fahrt.“

Auftragseingang

Die Nachfrage nach Werkzeugmaschinen verlief im ersten Quartal 2020 aufgrund der schwachen Weltkonjunktur und schnellen Verbreitung des Corona-Virus signifikant rückläufig. DMG Mori verzeichnete mit 440,2 Mllionen Euro einen Auftragseingang, der erwartungsgemäß deutlich unter dem hohen Vorjahresniveau lag (-38 Prozent; 708,3 Mllionen Euro). Die Aufträge aus dem Inland beliefen sich auf 143,3 Mllionen Euro (Vorjahr: 229,0 Mllionen Euro). Die Auslandsbestellungen betrugen 296,9 Mllionen Euro (Vorjahr: 479,3 Mllionen Euro). Der Auslandsanteil lag bei 67 Prozent (Vorjahr: 68 Prozent).

Umsatz

Der Umsatz lag – beeinflusst durch die Corona-Krise – bei 458,0 Mllionen Euro (-27 Prozent; Vorjahr: 629,2 Mllionen Euro). Der Rückgang ist zum Teil darauf zurückzuführen, dass Maschinen aufgrund internationaler Grenz- und kundenseitiger Fabrikschließungen sowie Engpässen bei Transport und Logistik nicht mehr ausgeliefert werden konnten. Die Exportquote belief sich auf 64 Prozent (Vorjahr: 68 Prozent).

Auftragsbestand

Am 31. März 2020 betrug der Auftragsbestand 1.160,8 Mllionen Euro (31.12.2019: 1.197,4 Mllionen Euro) – eine rechnerische Reichweite von durchschnittlich fünf Monaten. Eine proaktive Maßnahme im Kampf gegen die weitere Virusverbreitung ist die bis Ende April geplante temporäre Teil-Betriebsruhe in den europäischen Produktionswerken sowie ausgewählten Vertriebs- und Servicegesellschaften. Die Wiederaufnahme von Produktion und Montage soll plangemäß zum 4. Mai 2020 erfolgen.

Das von Vorstand und Arbeitnehmervertretern gemeinsam erarbeitete Maßnahmenpaket zum Gesundheitsschutz und zur Beschäftigungssicherung ermöglicht ein geordnetes Vorgehen sowie flexibles Anpassen der Produktionskapazitäten. DMG Mori will so einen wichtigen Beitrag im Kampf gegen Covid-19 leisten und Beschäftigung in einer Phase sichern, in der die Nachfrage einbricht, viele Unternehmen ihre Produktion stoppen und Risiken in den Lieferketten zunehmen.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Auch die Ertragslage steht im Zeichen der Corona-Folgen: Das EBITDA betrug 43,2 Mllionen Euro (Vorjahr: 73,3 Mllionen Euro). Das EBIT erreichte 25,3 Mllionen Euro (Vorjahr: 50,4 Mllionen Euro. Die EBIT-Marge lag bei 5,5 Prozent (Vorjahr: 8,0 Prozent). Das EBT belief sich auf 24,8 Mllionen Euro (Vorjahr: 49,2 Mllionen Euro). Der Konzern weist zum 31. März 2020 ein EAT von 17,2 Mllionen Euro aus (Vorjahr: 34,7 Mllionen Euro). Der Free Cashflow liegt mit -36,7 Mllionen Euro deutlich unter dem Vorjahresquartal (31,5 Mllionen Euro).

Mitarbeiter

Am 31. März 2020 waren 7181 Mitarbeiter, davon 306 Auszubildende, im Konzern beschäftigt (31.12.2019: 7245). Zum Ende des ersten Quartals arbeiteten 4421 Mitarbeiter (62 Prozent) bei unseren inländischen und 2760 Mitarbeiter (38 Prozent) bei den ausländischen Gesellschaften. Der Personalaufwand betrug 141,0 Mllionen Euro (Vorjahr: 155,0 Mllionen Euro).

Forschung und Entwicklung

Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung betrugen im ersten Quartal 13,7 Mllionen Euro (Vorjahr: 13,9 Mllionen Euro). Zur Hausausstellung in Pfronten präsentiertedas Unternehmen zu Jahresbeginn auf mehr als 7500 m² 45 Hightech-Maschinen, vier Weltpremieren, 15 Automatisierungslösungen sowie die durchgängige Digitalisierung der gesamten Prozesskette. Im Fokus standen DMG Mori Connectivity – die durchgängige Konnektivität im Standard aller Maschinen, das CELOS Update von allen bestehenden Versionen und TULIP als einfacher Einstieg in die Digitalisierung. Große Resonanz fand das neue Kundenportal „my DMG MORI“: Innerhalb weniger Monate haben sich 12.000 Kunden mit über 40.000 Maschinen registriert – bis Ende 2020 werden es rund 25.000 Kunden mit über 100.000 Maschinen sein.

Ausblick 2020

2020 ist ein Ausnahmejahr. Die Corona-Krise hat in ihrem Ausmaß alle überrascht. Die massiven Folgen für die Weltwirtschaft zeigen sich im Einbruch der Nachfrage, Abbruch von Lieferketten und Produktionsstillständen. Der weltweite Markt für Werkzeugmaschinen soll 2020 laut jüngster April-Prognose des Vereins Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW) und britischen Wirtschaftsforschungsinstituts Oxford Economics um -28,3 Prozent auf 52,3 Milliarden Euro einbrechen (Oktober-Prognose: -0,6 Prozent). Die USA (-41,3 Prozent), China (-34,0 Prozent), Italien (-32,5 Prozent), Japan (-31,9 Prozent) und Deutschland (-30 Prozent) sollen am stärksten betroffen sein.

Die Auswirkungen der Corona-Krise sind noch nicht in vollem Umfang berücksichtigt. Eine Anpassung der Verbandsprognose erfolgt im Oktober. Dauer und negative Folgen der Corona-Pandemie sind derzeit weder für die Gesamtwirtschaft noch Industrie absehbar. Aufgrund der völlig geänderten weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen wird auch DMG Mori – im Vergleich zu den Rekordwerten 2019 – gravierende Einbußen bei Auftragseingang, Umsatz und Ergebnis hinnehmen müssen. Der im Geschäftsbericht 2019 veröffentlichte Ausblick ist damit nicht aufrechtzuerhalten. Zum jetzigen Zeitpunkt kann für das Geschäftsjahr 2020 keine belastbare Prognose abgegeben werden. Sobald eine gesicherte Einschätzung zu den Folgen von Covid-19 auf den Geschäftsverlauf möglich ist, erfolgt eine Aktualisierung der Prognose 2020.

DMG Mori arbeitet mit vollem Einsatz daran, die Krise zu überwinden und insbesondere die strategischen Zukunftsfelder weiter zu stärken.

DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT

Unternehmensinformation

DMG MORI AG

Internet:www.dmgmori.com


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