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22.02.2018

automatica 2018: Virtuelle und reale Produktion

Cloud Robotics, Deep Learning und smarte Produktion

Die Wucht, mit der die digitale Transformation die automatisierte Produktion zu überrollen beginnt, wird auf der automatica 2018 , von 19. bis 22. Juni in München, offenkundig. Begriffe wie Cloud Robotics, Deep Learning und Smart Production werden mehr und mehr gelebte Realität.

Mit welch rasanten Entwicklungsschritten die digitale Vernetzung in den Fabriken Einzug hält, überrascht selbst Brancheninsider. Der Grund dafür: Obgleich »smart werden« Geld kostet, rechnen sich die Investitionen. Das belegt auch eine aktuelle Studie mit dem Titel ›The Digitalization Productivity Bonus: Sector Insights‹ der Siemens Financial Services (SFS). Demnach können Hersteller durch Automatisierung und Digitalisierung ihrer Produktionssysteme eine jährliche Produktivitätssteigerung durch Senkung der Fertigungskosten von bis zu 9,8 Prozent erreichen. Die enormen Produktivitätsgewinne verhelfen den Unternehmen zu frei werdender Liquidität, mit der sich Investitionen in neue Technologien finanzieren lassen.

Cloudbasierte Lösungen

Bereits zum jetzigen Zeitpunkt beweisen zahlreiche Praxisbeispiele, wie effizient und hochproduktiv die smarte Produktion sein kann. Beispiel Kuka: Bei der Fertigung von Roboterbauteilen in einer vollautomatisierten, vernetzten Zelle verbindet Kuka die analoge und digitale Welt. Die Zelle zeigt, wie ein Roboter in Zusammenarbeit mit zwei Bearbeitungszentren Roboterbauteile produziert. Ein Sechsachser übernimmt dabei die Handhabung der Gussbauteile. Mit seinem über eine Lineareinheit erweiterten Arbeitsbereich kann er beide Bearbeitungszentren bedienen und zusätzlich Entgratarbeiten verrichten. Soweit die analoge Welt.

Kuka: In einer digital vernetzten Anlage, bei der alle Komponenten in die Cloud eingebunden sind, produzieren zwei Bearbeitungszentren und ein Roboter Komponenten für Roboter (© Kuka)

Die Verbindung zur digitalen Welt erfolgt durch die Vernetzung aller beteiligten Komponenten miteinander und mit der Kuka Cloud. Dabei sind alle aktiven Komponenten der Zelle in die Smart Produktion Umgebung eingebunden. Sämtliche Daten der Maschinen, der Roboter, der Bearbeitungsspindel und der Werkzeuge werden in der Kuka Connectivity Box gesammelt, an die Cloud weitergegeben, verarbeitet und in konfigurierbaren Übersichten, den sogenannten Dashboards, visuell dargestellt. Damit haben Werker, Instandhaltung und Management zu jeder Zeit und an jedem Ort uneingeschränkte Transparenz über den Produktionsprozess.

IoT-Automation wird in München Realität

Dass die Zukunft der industriellen Fertigung komplett vernetzt sein wird, welche Vorteile daraus resultieren und wie einfach die dafür erforderlichen, offenen Netzwerke zu realisieren sind, werden die Aussteller auf der automatica belegen.

Beispiel Fanuc: Der japanische Roboterriese stellt mit dem FIELD System (Fanuc Intelligent Edge Link and Drive) eine intelligente Plattform für den Datenaustausch in Echtzeit bereit. Dazu Fanuc Geschäftsführer Matthias Fritz: »Aus unserer Sicht ist FIELD ein Meilenstein industrieller Vernetzung.« Zu den erprobten Modulen dieser Plattform gehört die Operation Management Software ›Linki‹, die innerhalb des Systems Maschinendaten erfasst, sortiert, hostet und auswertet. So lassen sich die Lebensfunktionen einer Maschine überwachen und Konsequenzen für eine präventive Wartung ziehen.

Matthias Fritz, Geschäftsführer Technik, FANUC Deutschland GmbH (© Fanuc)

Diese Teilaufgabe übernimmt ›Zero Down Time‹ (ZDT), ein Modul das in der Automobilindustrie bereits erfolgreich im Einsatz ist. In den USA organisiert General Motors inzwischen die vorbeugende Instandhaltung für über 10000 Roboter mit ZDT. Doch FIELD kann noch mehr: Es umfasst auch Industrie 4.0-Funktionalitäten wie Deep Learning, bei denen sich Roboter gegenseitig ihre Erfahrungen mitteilen.

Derzeit arbeiten Roboter- und Komponentenhersteller mit Hochdruck an zukunftsweisenden Lösungen, um die richtigen Daten am richtigen Ort zum richtigen Zeitpunkt bereitstellen zu können und die Basis für eine intelligente Vernetzung zu schaffen. Dabei macht die Dynamik, mit der die digitale Transformation die industrielle Automation verändert, die kommende automatica zum Pflichttermin für alle Anbieter und Anwender von Automatisierung und IT. Mit einem eigenen Themenbereich IT2Industry in Halle B4 bietet die automatica auch eine Plattform für IT-Anbieter.

Unternehmensinformation

Messe München GmbH

Messegelände
DE 81823 München
Tel.: 089 949-20720
Fax: 089 949-20729

Internet:www.messe-muenchen.de
E-Mail: info <AT> productronica.de


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