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12.12.2018

25 Jahre Forschungszentrum CREAS

Ausbildungszentrum von Ascometal

Ascometal feiert das 25-jährige Bestehen seines Forschungs- und Entwicklungszentrums CREAS (Centre de REcherche et de développement AScometal). Die Einrichtung der Schmolz + Bickenbach Business Unit genießt international einen guten Ruf, da sie Kunden aus den Bereichen Automotive, Lager, Maschinenbau sowie Öl und Gas bei der Entwicklung neuer, bedarfsgerechter Stahllösungen unterstützt. Nicht zuletzt tragen die Verfahrenstechniker des CREAS zur Optimierung der Stahlwerksprozesse bei, um die Zuverlässigkeit der Werkzeuge und die Qualität der Produkte zu erhöhen. Mit der Ansprache junger Ingenieure und neuen Entwicklungen für die Stahlindustrie 4.0 soll die Erfolgsgeschichte nun weitergeschrieben werden.

Ermüdungstest: Flachscheiben Ermüdungsprüfung für Wälzlager (© Ascometal)

Die eigene Forschungseinrichtung CREAS wurde vor 25 Jahren in Hagondage (in der Nähe von Metz) im Osten Frankreichs aufgebaut. Das übergeordnete Ziel bestand darin, eine Einrichtung zur Entwicklung neuer Lösungen für Stahlgüten zu schaffen und sich damit vom Wettbewerb abzusetzen. Im Jahr 1999 beschloss man, das Team zu verlegen und ein neues Forschungszentrum auf dem Gelände des Stahlwerks in Hagondange zu bauen. Dort entstanden auf 5000 m² Laboratorien und Prüfeinrichtungen. Seitdem hat Ascometal konstant in das CREAS investiert. Heute besteht das Team des Forschungs- und Entwicklungszentrums aus 30 Ingenieuren und Technikern, die in drei Kompetenzbereichen – Metallurgie, Gebrauchseigenschaften und Zerspanbarkeit sowie Prozessverbesserung und Verfahrenstechnik – tätig sind. Sie arbeiten eng mit dem Vertrieb und der Produktion von Ascometal zusammen.


Hohe Wertschätzung in der Stahlbauindustrie

In Anbetracht der zahlreichen Erfolge seit Eröffnung des Zentrums fasst Gilles Auclair, R&D Director bei Ascometal, zusammen: »In diesen 25 Jahren wurden Produktfamilien für spezielle Anwendungen von einer Vielzahl bedeutender Kunden von Ascometal entworfen, entwickelt und erfolgreich eingesetzt. Eine dieser Erfolgsgeschichten ist eine für die Pleuelanwendung entwickelte Stahlsorte namens SPLITASCO HC, ein spaltbarer Spezialstahl mit einer hohen Lebensdauer und speziellen mechanischen Eigenschaften für eine verbesserte Zerspanbarkeit. In den letzten 15 Jahren konnten wir weltweit ein beträchtliches Volumen an Pleuelstangen aus dieser Stahlqualität konstruieren und schmieden.« Spätestens mit der Entwicklung der METASCO-Produktfamilie gehören das CREAS und Ascometal zu den Pionieren bei der Entwicklung, Herstellung und dem Vertrieb von bainitischem Stahl für Schmiedeanwendungen, wie zum Beispiel Kurbelwellen, Spurstangen und Einspritzleitungen. Zum Portfolio an Spezialstählen gehören darüber hinaus die JOMASCO-Familie für Getriebe- und Wellenkomponenten, ENDURASCO für Wälzlager, VITAC für leicht zu bearbeitende Stähle und die ASCOWELL-Produktfamilie für Öl- und Gas- beziehungsweise Bohranwendungen.

Herausforderungen der Kunden verstehen

Das Forschungszentrum ist mit einer Vielzahl moderner Anlagen ausgestattet, um neue Stähle zu entwickeln (zum Beispiel im Vacuum-Induction-Melting-Ofen (VIM) mit einer Kapazität von 20 kg), um Mikrostrukturen zu analysieren (zum Beispiel mittels Rasterelektronenmikroskop mit EDS- und EBSD-Analysesystem), um mechanische und Ermüdungseigenschaften zu charakterisieren, geschmiedete Komponenten zu testen und vieles mehr. Mittels einer speziellen Software können die Forscher zudem verschiedene Schritte in den einzelnen Prozessabläufen simulieren.

Ultraschall-Test: Hochfrequenz-Ultraschallprüfung zum Nachweis nichtmetallischer Einschlüsse in Wälzlagerstahl kleiner als 20Mµ (© Ascometal)

Gilles Auclair erklärt: »Die Optimierung unserer Produktqualität steht über allem. Das heißt einerseits die Entwicklung neuer Stahlsorten gemeinsam mit unseren Kunden. Andererseits arbeitet das Team der Verfahrenstechnik täglich mit Kunden und eigenen Werken zusammen, um sie in den Bereichen Thermodynamik, Entnahme von Proben von flüssigem Stahl, Feuerfestigkeitsanalyse, Sondermesstechnik für die Prozessanalyse und Verbesserung der Produktion oder Simulation von Umformtechnik zu unterstützen.« All diese Maßnahmen dienen der kontinuierlichen Qualitätsverbesserung der Stähle und der Optimierung der Prozessabläufe. Grundlegender Auftrag ist es, die Herausforderungen der Kunden besser zu verstehen und entsprechende Lösungen zu bieten.

Warmverformung-Prüfung: Warmverformungsprüfung auf einem Gleeble 3800-System (© Ascometal)

Forschungsplattform für alle Unternehmen der Gruppe

Auch die Zusammenarbeit mit anderen Business Units der Schmolz + Bickenbach Gruppe ist gut organisiert. Dreimal im Jahr treffen sich die verschiedenen Forschungsteams der sechs Business Units – Deutsche Edelstahlwerke, Finkl Steel, Steeltec, Swiss Steel, Ugitech und Ascometal –, um über Projekte zu diskutieren, die übergreifend zukunftsweisend sind.

In naher Zukunft soll aus dem CREAS eine Art Talentschmiede werden: Ascometal plant, junge Ingenieure in vielseitigen Positionen bei CREAS willkommen zu heißen und sie dort so auch auszubilden, bevor sie in das Qualitätsmanagement, die Entwicklungsabteilungen oder in das technische Assistenzteam der Business Unit eintreten. Ziel ist es, für die jungen Talente längerfristige Positionen innerhalb der Schmolz + Bickenbach Gruppe zu finden. »Die Herausforderungen der nahen Zukunft werden sich auch in erster Linie auf die Verbesserung der Vorhersagequalität in der Produktion konzentrieren. Wie es beispielsweise bereits bei Serien-Wärmebehandlungswerkzeugen der Fall ist. Es ist entscheidend, diese Philosophie der Qualitätsvorhersage mit speziellen Werkzeugen zur Herstellung von Materialien und den richtigen Eigenschaften zu unterstreichen. Kurz gesagt: Die Entwicklung der Stahlindustrie 4.0. Die Herausforderungen der nahen Zukunft werden vor allem im Bereich Predictive Quality in der Produktion liegen. Es gilt, vorausschauend hochqualitative Werkzeuge zur Konstruktion von Werkstoffen mit den richtigen Eigenschaften herzustellen. Kurz gesagt: die Entwicklung der Stahlindustrie 4.0«, resümiert Gilles Auclair.

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