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13.08.2015

Sonderprüfmaschine für Karossieriebleche

Ein renommierter Automobilbauer hat sich bei der Anschaffung einer Draw-Bead-Test-Maschine für Karosseriebleche für das Angebot der Hegewald & Peschke Meß- und Prüftechnik GmbH entschieden. Motorhauben, Kotflügel, Türen oder Säulen werden durch automatisiertes Tiefziehen gefertigt. Weil es sich um unregelmäßig geformte Blechteile handelt, sind die Umformvorgänge kompliziert. Um den Materialfluss so zu steuern, dass das Blech beim Umformen nicht lokal knittert oder gar reißt, sind an den Ziehkanten des Umformwerkzeugs sog. Ziehwulste (draw beads) eingearbeitet. Sie wirken wie Bremsen und verhindern so zu große lokale Materialflüsse in die Ziehform hinein. Diese Ziehwulste sind die neuralgischen Punkte im Ziehvorgang. Sie erfüllen ihre Funktion nur dann, wenn zwischen ihnen und dem Bleich optimale Reibungsverhältnisse bestehen. Eingestellt werden diese Reibungsverhältnisse durch Gleitmittel oder Beschichtung des Karosserieblechs schon bei dessen Herstellung. Verzinktes Blech bringt von sich aus Gleiteigenschaften mit, die beim Ziehen genutzt werden. Das Maß für die Reibungsverhältnisse ist der Reibungskoeffizient. Ihn gilt es zur Auswahl des richtigen Gleitmittels bzw. der richtigen Beschichtung für ein bestimmtes Blech zu bestimmen. Das Prüfverfahren hierzu ist der Draw Bead Test (DBT), bei dem eine Blechprobe mit definierter Kraft und Geschwindigkeit durch eine mit Ziehwulst versehene Klemmvorrichtung gezogen wird. Hierzu bietet Hegewald & Peschke eine DBT-Maschine in modularer Bauweise (diese ermöglicht trotz Einzelfertigung einen nicht viel höheren Preis gegenüber einer Standardprüfmaschine mit Zusatzmodul).

Prüfen kann die mannshohe, spindelmechanisch angetriebene Maschine Blechstreifen von 50 mm Breite, 400 mm Länge und bis zu 2 mm Dicke. Die hydraulische Anpressachse liegt horizontal, die Abzugachse vertikal. Bei Anpresskräften bis 50 kN kann das Blech mit variabler Geschwindigkeit durch die Klemmvorrichtung gezogen werden. Realitätsnahe 150 mm pro Sekunde werden dabei erreicht. Die bei solch hohen Prüfgeschwindigkeiten vorgeschriebene Sicherheitseinhausung wird selbstverständlich mitgeliefert. Sie lässt Versuche nur bei elektronisch verriegelter Schutztür zu.

Indem die DBT-Klemmvorrichtung mit wenigen Handgriffen gegen eine andere, ohne Ziehwust, ausgetauscht wird, lassen sich auch Reibkraftversuche durchführen. Bei ihnen wird mit besonders hohem Anpressdruck und maximaler Durchzugsgeschwindigkeit gearbeitet. Die Versuche dienen dem Haltbarkeitstest von Oberflächenbeschichtungen – z. B. der Verzinkung. Letztendlich soll die Umformung keine Schäden am Korrosionsschutz der Bleche verursachen. Die DBT-Maschine weist auch einige Extras auf. „Wir messen direkt an der Probe und in einem geschlossenen Regelkreislauf eine von der Schwerkraft entkoppelte Anpresskraft“, sagt der Entwicklungsleiter Uwe Naumann. In die Klemmbacken integrierte, hochgenaue und schnelle Thermoelemente zeichnen während des Versuchs deren Temperaturänderung auf, die ebenfalls ein Maß für die Reibungskraft darstellt. Anwender von DBT-Anlagen klagen, dass sich bei leicht ungleichmäßigem Anpressdruck oft die Blechproben verformen oder aus der Halterung „laufen“. Spezielle kugelgelagerte Anschläge an den Klemmbackenkanten schaffen hier Abhilfe. Ferner bietet die hauseigene Prüfsoftware LabMaster eine auswertefreundliche just-in-time-Darstellung der wichtigsten Versuchsparameter. Ganz besonderen Wert legt Hegewald & Peschke auf die hundertprozentige Steifigkeit der Maschine und damit auf die Reproduzierbarkeit der Versuche auch unter sehr hoher Belastung.

HTM Journal of Heat Treatment and Materials
www.htm-journal.de

Hegewald & Peschke Mess- und Prüftechnik GmbH
Am Gründchen 1
D 01683 Nossen/Sa.
Tel: +49 35242 445 10
info <AT> hegewald-peschke.de


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HTM ist das Standardwerk rund um die Wärmebehandlung auf den Gebieten der Werkstofftechnik, sowie der Fertigungs- und Verfahrenstechnik.


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