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01.04.2019

»Startklar für ein zweites Leben!«

Wie Maschinen-Retrofit-Profis arbeiten

Selbst aus nächster Nähe betrachtet, sieht die Werkzeugmaschine aus wie neu oder zumindest frisch aus dem Showroom des Herstellers. Niemand würde je ahnen, dass die Drahterodiermaschine Vollmer QWD 750 schon eine Maschinengeneration lang gelaufen ist. Die Retrofit-Spezialisten von SuS Schleiftechnik und Maschinenhandel haben ihr nun ein zweites Leben eingehaucht und etliche Arbeitsstunden, diverse Ersatzteile und vor allem reichlich Know how, Geduld, Erfahrung und Fingerspitzengefühl in diese Maschine investiert.

»Letztlich sind Maschinen eben auch Werkzeuge, die sich abnutzen. Dies nimmt man im Produktionsalltag zwar nicht unbedingt so wahr, aber nach einigen Jahren Im Dauereinsatz merkt man es ihnen dann aber doch an, selbst wenn außen noch der ganze Lack dran ist«, berichtet Ralf Grave, Geschäftsführer der SuS Schleiftechnik und Maschinenhandel GmbH in Cloppenburg. Dessen Betrieb hat sich im Laufe der Jahre immer mehr zu einem universellen Retrofitting-Spezialisten entwickelt.

  • © SuS Schleiftechnik & Maschinenhandel GmbH

    Alles auf Neustart! Nach der kompletten Demontage der Vollmer-Erodiermaschine QWD 750 erinnert nur noch die Hüllenform daran, dass es sich hier um eine Werkzeugmaschine handeln könnte (© SuS Schleiftechnik & Maschinenhandel GmbH)

  • © SuS Schleiftechnik & Maschinenhandel GmbH

    Vorwärts im Rückwärtsgang: Bei der schrittweisen Demontage... (© SuS Schleiftechnik & Maschinenhandel GmbH)

  • © SuS Schleiftechnik & Maschinenhandel GmbH

    ...stößt man auf viele Relikte eines jahrelangen Dauereinsatzes in der Fertigung (© SuS Schleiftechnik & Maschinenhandel GmbH)

  • © SuS Schleiftechnik & Maschinenhandel GmbH

    Die Maschinenbasis aus Polymerbeton nach der Demontage (© SuS Schleiftechnik & Maschinenhandel GmbH)

  • © SuS Schleiftechnik & Maschinenhandel GmbH

    Der alte Generator während der Remontage (© SuS Schleiftechnik & Maschinenhandel GmbH)

  • © SuS Schleiftechnik & Maschinenhandel GmbH

    Nach der Demontage und Fehleranalyse folgt der Wiederaufbau-Prozess: Der Schaltschrank wird neu »verdrahtet« und auf den aktuellen Technologie-Standard gesetzt (© SuS Schleiftechnik & Maschinenhandel GmbH)

  • © SuS Schleiftechnik & Maschinenhandel GmbH

    Alle Kabel und Schläuche werden erneuert, Führungen des Schlittens getauscht und kalibriert (© SuS Schleiftechnik & Maschinenhandel GmbH)

  • © SuS Schleiftechnik & Maschinenhandel GmbH

    Work in Progress! Ein mit Ersatzteilen bestückter Werkstattwagen bei SuS Schleiftechnik & Maschinenhandel (© SuS Schleiftechnik & Maschinenhandel GmbH)

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Nichts geht mehr

»Wenn eine Maschine zu uns kommt, dann kann das vor allem zwei Gründe haben«, berichtet er. »Erstens: Die Maschine ist so verbraucht, dass ein reibungsloser Fertigungsablauf nicht mehr gewährleistet ist, weil keinerlei Toleranzen mehr eingehalten werden können und das Ergebnis letztlich zur Glücksache wird. Ein zweiter wichtiger Grund ist, dass die Maschine für eine andere Automationslösung vorgesehen ist.“ Für diesen Fall wird die Maschine nicht nur überholt, sondern entscheidend umgebaut und erweitert, sie bekommt ein zeitgemäßes Upgrade, mit dem sie in die Produktionskette des Kunden integriert werden kann. Das betrifft dann auch die Maschinensteuerung, die Software-Anbindung sowie die Schnittstellen.«

An der Komplett-Demontage bis zum Maschinenbett führt für die Profis aus Cloppenburg kein Weg vorbei. Der entscheidende Unterschied zum »Kundendienst« ist beim Retrofitting, dass die Maschine nicht weiter vor Ort stehen kann – sondern in diesem Fall – zu SuS in die Montagehalle nach Cloppenburg überführt wird. »Wir können je nach Maschinentyp ein Refitting schon in vier bis sechs Wochen anbieten, denn wir haben lagerhaltig Zugriff auf viele der immer wieder benötigten Ersatzteile – auch Steuerungselemente wie Antriebsregler oder Achsreglerkarten haben wir im Bestand. Wenn zum Beispiel ein Kunde anruft, weil ein Antriebsregler an seiner Maschine ausgefallen ist, senden wir unverzüglich ein Tauschteil, sodass die Maschine kurzfristig wieder produzieren kann«, berichtet SuS Geschäftsführer Ralf Grave.

Aufbau von Null

Der Blick ins Innenleben sorgt vielfach erst einmal für Ernüchterung: Schäden an den Linear- und Rotations-Achsen beziehungsweise den Kugelrollspindeln und Führungen, Rundlauffehler an den Schleifspindeln, Hydraulik-Versagen sowie marode Schaltschränke oder eine kollabierte Maschinensteuerung – all das ist Alltag bei der Diagnose und Instandsetzung im Werk von SuS. Als Laie denkt man, eine Reparatur geschweige denn ein komplettes Refitting sei unmöglich: Man trifft im Arbeitsraum der Maschine auf unzählige Bearbeitungs-und Abnutzungsspuren, Kühlmittelreste oder Späne unterschiedlicher Art sowie dick anhaftende Krusten aus Maschinenölen und Metallen.

Aber genau an diesem Punkt geht es für die Techniker bei SuS erst los. Die Stärke des Runderneuerers aus Cloppenburg ist, dass er herstellerunabhängig Maschinen aller gängigen Fabrikate aufkauft, überholt und erweitert, und das schon seit mehr als drei Dekaden. Durch die Vielzahl der unterschiedlichsten Maschinentypen und Anlagen, die im Laufe der Jahre durch die SuS-Montagehallen und Werkstatt gegangen sind, hat sich in der Konsequenz eine umfangreiche und breit gefächerte Sachkompetenz entwickelt. Man kann durchaus geltend machen, SuS kennt die neuralgischen Punkte von den aller-meisten Maschinentypen. Von der über die Jahre erworbenen Expertise profitieren heute sowohl die Firma SuS selbst als auch die Kunden weltweit. Bei der Vollmer QWD 750 sind Elektronik-Bauteile wie Servomotoren, Achsreglerkarten, AC-Servoverstärker, induktive Näherungsschalter, LED-Bildschirm, Führungen, Kugelrollspindeln und alle Pneumatikeinheiten ausgetauscht worden.

»Eine qualitativ hochwertige Instandsetzung in unserem Hause beinhaltet eine komplette Überholung der mechanischen, elektrischen, hydraulischen und pneumatischen Komponenten der Werkzeugmaschine sowie ggf. eine zeitgemäße Netz-Anbindung. Erst wenn wir unsere Maschinen vollumfänglich ausgetestet haben und sicher sein können, dass in der Prozesskette beim Kunden alles einwandfrei funktioniert, geben wir diese wieder aus der Hand und unser Go«.

Performancemotor Refitting

Jemand, der gute Erfahrungen mit dem »Go« von SuS gemacht hat ist Dominik Mors von Klenk Holz, einem Unternehmen, das an drei Standorten im Jahr zwei Millionen Festmeter Holz einschneidet und verarbeitet. Mors leitet die Werkzeuginstandhaltung. „Die Entscheidung fiel zugunsten einer komplett instand gesetzten Schärfanlage aus den Händen von SuS aus. Natürlich mussten wir davon überzeugt sein, dass SuS uns eine Maschine in einwandfreiem Zustand übergibt und dass Wartung und Reparatur sowie die Bestückung mit Ersatzteilen jederzeit enorm schnell möglich sind. »Wir haben nun nicht nur mehr Schärfqualität, sondern auch eine Performancesteigerung erreicht, weil die Schärfanlage nun auch für den Mannlosbetrieb aufgerüstet worden ist«, zieht Dominik Mors von der Klenk Holz AG Bilanz. »Bei der neuen Anlage sind nun mehr Parameter einstellbar, sie ist einfacher zu bedienen, Winkel sind exakt definierbar, die Rüstzeiten haben sich reduziert. Wir können sogar Zahnrücken definiert schleifen und bearbeiten und durch das Refit-Ladesystem ND 230 von Vollmer sparen wir deutlich Rüst- und Nebenzeiten ein.«

Auch Oliver Mende, Inhaber von Mende Tools, hat sich für einen Refit-Automaten, in diesem Fall eine Walter Helitronic Vision entschieden: »Die Maschinen von SuS haben zwei entscheidende Vorteile. Erstens wird entscheidend weniger Kapital gebunden als beim Kauf einer neuen Maschine. Zweitens hat man gleich auch einen Abnehmer für die ›alte‹ Maschine, weil man diese ja weitergibt – oder besser gesagt: für die Maschine, die augenblicklich nicht mehr den Fertigungsansprüchen genügt.«

Mit dem aktuellen Retrofitting einer Erodiermaschine vom Typ Vollmer QWD 750 zeigt SuS, dass es auch keine Berührungsängste gibt bei einer Maschine, die auf Toleranzen um 2µ ausgelegt ist, und die alsbald bei einem neuen Kunden wieder PKD-Werkzeuge mit hochkomplexen Schneidengeometrien und -Anordnungen bearbeiten wird. Ungenauigkeiten im Fertigungsprozess sind in diesem Highend-Bereich der Produktion von Werkzeugen seitens des Kunden schlichtweg nicht tolerierbar. Bezüglich der Vollmer QWD 750 ist Geschäftsführer Ralf Grave daher sicher, »dass der beträchtliche Aufwand für die Überholung sich letztlich dennoch auszahlen wird. Denn trotz der hohen Investitionskosten in Ersatzteile und Arbeitsstunden liegt der Preis für die komplett überholte Maschine noch weit unter einem vergleichbaren Neupreis!« Und: »Vollmer-Maschinen sind äußerst langlebig, überall auf der Welt zu finden und sehr gefragt. Durch die weltweit vorhandenen Niederlassungen gibt es zudem einen weitläufigen Vor-Ort-Service und Ersatzteilversorgung über kurze Lieferwege.«

Autor: Tilo Michal/strichpunkt e.K. (Tel.: 0171-7844960, E-Mail: pressesprecher67@web.de)


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