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06.05.2020

Hören und sehen, wenn schon nicht fühlen und schmecken

Interview mit Dr.-Ing. Guido Spachtholz

Die Chiron Group kontert die bestehenden Corona-Einschränkungen mit ihrem ersten „Open House Online“. Vom 14. bis 19. Mai, und damit im gleichen Zeitraum wie das geplante, aber schweren Herzens abgesagte „echte“ Open House an den Standorten Tuttlingen und Schlierbach, wird nun alternativ das WEB gerockt. Und wir alle können dabei sein!

WB Werkstatt + Betrieb sprach mit Dr.-Ing. Guido Spachtholz, Geschäftsführender Direktor der Chiron Group SE, über das Warum und das Wie des neuartigen digitalen Kommunikations-Events „Open House Online“ für alle Interessierten und Kunden.

Dr.-Ing. Guido Spachtholz, Geschäftsführender Direktor der Chiron Gruppe SE (© Chiron Group)

WB Werkstatt + Betrieb: Vorweg: Wie ist die Chiron Group bisher durch die Corona-Krise gekommen?

Dr.-Ing. Guido Spachtholz: Wir schätzen uns sehr glücklich, dass wir nur sehr kleine Infektionszahlen innerhalb unserer Belegschaft an allen Standorten weltweit verzeichnen mussten und die betroffenen Mitarbeiter mittlerweile auch wieder bei bester Gesundheit sind. Es ist uns zudem gelungen, die Belegschaft beim Ausbruch der Pandemie zeitnah ins Homeoffice zu transferieren. Die Zusammenarbeit klappt weitgehend reibungslos, wir können sogar feststellen, dass gewisse Arbeiten, insbesondere im Dialog mit den Kunden via Telefonkonferenz oder Webex, eine Beschleunigung erfahren, sodass aus einem ganzen Tag nur wenige Stunden werden. Natürlich ist der Vor-Ort-Dialog auch bezüglich der Effizienz nicht 1:1 zu ersetzen, aber es läuft erstaunlich gut. Daraus können wir für die Zukunft lernen, allen voran was die Ökologie der Marktbearbeitung betrifft.

Die wirtschaftliche Situation hingegen ist im branchenüblichen Rahmen angespannt. Bereits im vergangenen Jahr haben wir infolge des Transformationsprozesses im Automotivebereich einen Rückgang im Auftragseingang verzeichnen müssen und dieser Effekt wurde durch die Corona-Pandemie nochmals verstärkt. Es gibt allerdings noch laufende Projekte, etwa im Umfeld der Elektromobilität. Die Stilllegung und Schließung von Produktionswerken bei unseren Kunden hat zudem einen Einbruch im Servicebereich nach sich gezogen. Daher befinden sich die Werke von Chiron und Stama aktuell in Kurzarbeit.

WB: Und dann mussten Sie auch noch hinnehmen, dass das geplante Open House der Gruppe vom 14. bis 19. Mai nicht stattfinden kann. Aber Sie haben nicht einfach abgesagt, Sie haben sich eine Alternative einfallen lassen. Wie kam es dazu?

Spachtholz: Als Anbieter von Turnkey-Lösungen ist der Dialog mit den Kunden für uns besonders wichtig. Als Anfang März klar war, dass das monatelang vorbereitete Open House nicht wie geplant wird stattfinden können, hat sich das Führungsteam der Gruppe gemeinsam mit dem Vertrieb und dem Marketing dazu entschlossen, die verbliebene Zeit bis zum ursprünglichen Start des Open Houses zu nutzen, um eine alternative Möglichkeit zur Kommunikation und Interaktion mit Interessierten und Kunden via Internet auf die Beine zu stellen. Wir nutzen ja im Maschinenumfeld seit Jahren modernste Technologien der Digitalisierung, und so haben wir in der Kürze der Zeit unser Wissen gemeinsam mit führenden Dienstleistern genutzt, um das erste Open House Online in der Geschichte der Chiron Gruppe zu konzipieren. An dieser Stelle mein Kompliment und meinen Dank an alle Beteiligten.

WB: Wie muss man sich das erste Open House Online vorstellen?

Spachtholz: Wir bieten im identischen Zeitraum des ursprünglich geplanten Open Houses vom 14. bis 19. Mai 2020 ein abwechslungsreiches Informationspaket auf unserem Portal. Man kann auf zwei Wegen online daran teilnehmen. Wer sich für den aktuellen Stand der Technik in unserer Gruppe interessiert, wird gegen Registrierung von uns begrüßt und kann dann selbstständig durch alle Angebote und Module navigieren, darunter die Vorstellung von Innovationen, Werkstattgespräche, Live-Vorführungen, Videos… ich möchte aber nicht zu viel verraten, etwas Überraschung soll bleiben. Darüber hinaus bieten wir die Möglichkeit, einen persönlichen Termin zu vereinbaren.

Der Kunde wird dann bei seinem virtuellen Rundgang durch das Open House Online von einem Experten begleitet, was es erlaubt, auf Fragen und spezielle Interessen bis ins Detail einzugehen und die Lösungskompetenz der Gruppe in seiner ganzen Breite zu erläutern und zu diskutieren. Besonders wichtig und wertvoll ist uns dabei die Rückmeldung der Kunden, als wie hilfreich diese Form der Informationsdarbietung wahrgenommen wird, denn wir wollen auch hier dazulernen und immer besser werden.

WB: Die Chiron Group adressiert zahlreiche Branchen. Ist für jede Anwendergruppe etwas dabei?

Spachtholz: Mit Sicherheit. So gilt Chiron unter anderem als Spezialist für den Medizinalbereich, für den wir explizit ausgefeilte Lösungen etwa für die Implantatefertigung zeigen werden. Was Stama betrifft, so konnten wir vor kurzem ein interessantes Projekt im Bereich Schwerzerspanung mit unserer noch jungen MT-733-Serie finalisieren. Auch für das HSK-100-Anwendungsfeld gibt es innovative Lösungen. Infolge der kurzen Vorbereitungszeit und angesichts der aktuellen Restriktionen durch die verbreitete Kurzarbeit in unserer Branche konnten wir leider nicht, wie sonst bei unseren Open Houses üblich, zahlreiche Technologiepartner mit einbinden. Dennoch haben wir beispielsweise gemeinsam mit Festo explizite Projekte erfolgreich abgeschlossen, über die wir berichten werden. Das betrifft Automationslösungen rund um die MT-733-Linie oder auch Smart-Apps. In Summe decken wir das Spektrum der Chiron Gruppe weitgehend ab, alle Bereiche kommen zu Wort, inklusive unserer Entwicklungs-, Service- und Einkaufsabteilung. Wer sich explizit für bestimmte Maschinen und Werkzeuge, aber auch Bearbeitungsstrategien oder werkstückspezifische Prozesslösungen auf dem letzten Stand der Technik interessiert, dem lege ich einen persönlichen Termin nahe, der eine weiterführende Interaktion im Dialog ermöglicht.

WB: Wie steht es derzeit um die Intensität der Entwicklungsaktivitäten in der Chiron Group?

Spachtholz: Aktuell bewegen uns drei Themen besonders intensiv: 1. Die Gesundheit und der Schutz unserer Mitarbeiter. 2. Trotz der Krise wollen wir unsere Kunden bei ihren laufenden Arbeiten weiterhin bestmöglich versorgen. Und 3. Wir fahren unsere Entwicklungsprojekte wie geplant weiter. Wir arbeiten mit unverminderter Intensität an konkreten Maschineninnovationen, sodass wir diese gemäß unserem Zeitplan auf den Markt bringen können, schließlich wollen wir als Gruppe für die Zeit nach der Krise bestmöglich aufgestellt sein – maschinentechnisch, bezüglich der Technologien und nicht zuletzt in Bezug auf Softwarelösungen.

WB: Das erste Open House Online könnte man also auch als eine Generalprobe für künftige Präsentationen von Innovationen und der jeweils aktuellen Leistungsfähigkeit der Gruppe sehen, etwa wenn Messen nicht so stattfinden können wie geplant? Die Chiron Group als Global Player könnte dies sogar zunehmend international nutzen…

Spachtholz: Mit Sicherheit. Das unter Hochdruck ins Leben gerufene Konzept des Open House Online werden wir weiterverfolgen und weiter ausarbeiten, um unseren Kunden bei Bedarf Neuigkeiten aus der Gruppe unter Nutzung moderner digitaler Technologien, wie wir sie gerade zunehmend schätzen lernen, an die Hand zu geben. Und auch an die Kunden aus dem Ausland wurde gedacht, denn bereits bei unserer Premiere im Mai bieten wir die Inhalte weitgehend in englischer Sprache an.

WB: Aus der Not eine Tugend gemacht. Viel Erfolg und danke für das Gespräch.

Das Interview führte Helmut Damm

Unternehmensinformation

CHIRON Group SE

Kreuzstraße 75
DE 78532

Weiterführende Information
  • 06.05.2020

    Chiron und Stama: Open House Online

    Videobotschaft von Dr. Guido Spachtholz

    Beim Open House Online laden die Unternehmen Chiron und Stama vom 14. bis 19. Mai ein, sich auf eine neue Art zu treffen, miteinander zu kommunizieren und Technologie zu erleben.   mehr

  • Erschienen am 05.05.2020

    Chiron Group: neuer 3D-Metalldrucker AM Cube

    Additive Fertigung

    Chiron Group bringt mit dem AM Cube erstmals eine patentierte Technologie für die additive Fertigung auf den Markt.   mehr

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